Foto: Hans Nomad Raabe

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29. Mai 2022 / 15:00–17:00 / studio
Helena Kontoudakis + Edda
BEYOND NAKED BEAUTY

schwere reiter theater

Die Darstellung nackter Körper spielt in so ziemlich jedem Lebensbereich eine Rolle – sei es in der Bildenden oder Darstellenden Kunst, in der Literatur, Populärkultur, Musik, Religion oder Medizin und natürlich in der Pornografie. Doch all diese Bereiche werden von patriarchalen, heteronormativen, rassistischen, eurozentristischen und klassistischen Perspektiven dominiert. Im Rechercheprojekt BEYOND NAKED BEAUTY werden der Ist-Zustand und seine Herleitung untersucht und der Versuch unternommen, mögliche Auswege bzw. neue Perspektiven zu finden. Dabei sollen nicht nur die Inhalte an sich, sondern auch deren Herstellungsart, Distribution und Kanonisierung / Rezeption inkl. der eigenen Position beleuchtet werden und Fragen gestellt wie:

Welche Körper werden gezeigt / ausgestellt / beschrieben? Was ist ihre Funktion? Wie viel Mitbestimmungsrecht hatten / haben sie? Welche Rolle spielt der Raum bei der Rezeption von Nacktheit? Was ist wo "erlaubt"? Wer erhält Zugang zu welcher Erfahrung? Wie barrierefrei sind diese Zugänge?

Altersempfehlung: ab 16 Jahren. Die Künstlerinnen stehen während der Ausstellung für Fragen von Besucher:innen zur Verfügung



Helena Kontoudakis ist Regisseurin, Autorin und Schauspielerin. Sie studierte sie Regie an der Schauspielschule Basel und erhielt 2019 sie für ihr "STÜCK FLEISCH – Eine feministische Science-Fiction-Saga" die Einstiegsförderung des Senats für Kultur und Europa, mit dessen Text sie auch am Autor:innenprogramm "Tour des Textes" teilnahm. Derzeit beschäftigt sie sich mit der Erschaffung von queerfeministischen Geschichten mit intersektionellem Ansatz.

Edda ist eine deutsch-marokkanische Künstlerin, die in ihren Gemälden, Skulpturen und Installationen Pigmente und Stoffe des täglichen Gebrauchs verwendet. Diese Arbeiten sind somit nicht nur optisch und haptisch wahrnehmbar, sondern auch auf olfaktorischer Ebene. In einer Welt voller Bilder zeichnet sich Eddas Kunst durch ihre Greifbarkeit und die individuelle Körperwahrnehmung des Betrachters aus. Sie bearbeitet nicht nur das Werk, sondern auch den Raum. Dieser Aspekt fließt wirkend auf ihr Schaffen ein.


Helena Kontoudakis (Recherche / Konzept) und Leila "Edda" Raabe (Recherche)


Im Rahmen von #TakeHeart Residenzförderung des Fonds Darstellende Künste


Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich
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Eine Initiative von Tanztendenz München e.V., PATHOS München e.V. und scope – Spielraum für aktuelle Musik im Kreativquartier. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.