René*e Reith: Tänze fast vergessener Geister

SA 20.06. | 21:00 | theater
René*e Reith
Tänze fast vergessener Geister
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© Foto: Jonas Mannherz
Die Hamburger Choreografin, Performancekünstlerin und Tanzwissenschaftlerin René*e Reith inszeniert gemeinsam mit ihrem queeren, transfeministischen Team eine interdisziplinäre Performance, die zeitgenössischen Tanz, biografische Performance und choreografisches Sounddesign verbindet.
Im Zentrum steht die Hamburger trans Künstlerin und Sexarbeiterin Liddy Bacroff, die im Nationalsozialismus verfolgt, kriminalisiert und 1943 im KZ Mauthausen ermordet wurde. Sie gilt als eine der ersten namentlich bekannten trans Frauen in Deutschland und ist heute ein wichtiger Bezugspunkt queerer Erinnerungskultur.
Ausgehend von bisher nicht publizierten literarischen, autobiografischen und philosophischen Texten aus der Haft, im Hamburger Staatsarchiv recherchiert wurden, folgt die Performance jenen Geistern, die in Körpern weiterwirken und zurückkehren, weil etwas unvollendet blieb. In einer interaktiven Anlage werden die Körper des Publikums selbst zu Trägern von Erinnerung und Imagination. Vor dem Hintergrund zunehmender Transfeindlichkeit versteht sich die Arbeit als künstlerischer Beitrag zu einer vielstimmigen queeren Erinnerungskultur.
Mitwirkende
© Foto: Jonas Mannherz