Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Jefta van Dinther: Mercury Rising

22. November @ 20:00

SA 22.11. | 20:00 | tanz

Mercury Rising

Foto: © Cecilia Gaeta

„Mercury Rising“ erkundet das wandelnde Spannungsfeld zwischen Sprache, Gestik, Handlungsfähigkeit und Körperlichkeit. Das in Zusammenarbeit mit Dawn Jani Birley, Rita Mazza und Lukas Malkowski entstandene und von ihnen aufgeführte Stück positioniert den Körper als Ort, an dem Bedeutung durch Bewegung geschaffen, aufgelöst und transformiert wird. Die Performance, die verschiedene Gebärdensprachen einbezieht und sowohl für gehörlose als auch für hörende Zuschauer konzipiert ist, lotet die Schlüpfrigkeit der Interpretation aus und befreit uns von der Notwendigkeit eines wörtlichen Verständnisses. Was bleibt, ist die Unmöglichkeit eines vollständigen Verständnisses und der Drang, dennoch eine Verbindung herzustellen.

Mitwirkende

Choreografie: Jefta van Dinther | Kreation und Performance: Rita Mazza, Dawn Jani Birley, Lukas Malkowski | Kostüme und Bühnenbild: Cristina Nyffeler | Lichtdesign: Jonatan Winbo | Sounddesign: David Kiers | Hintergrundbild: Gonçalo Sena | Dramaturgie: Gabriel Smeets | Künstlerische Beratung: Maja Zimmermann | Technische Leitung: Andrea Parolin und Fabian Bleisch | Licht: Fabian Bleisch | Ton: Andrea Parolin

Jefta van Dinther (SE/DE) (er/ihm) ist Choreograf und Tänzer. Seine Arbeit zeichnet sich durch einen konsequent körperlichen Ansatz und die choreografische Erforschung von Bewegung aus. Der bewegte Körper steht im Zentrum seiner Praxis und tritt zugleich in Wechselwirkung mit Licht, Klang und Materialien. Im Mittelpunkt steht die Frage, was es bedeutet, Mensch zu sein – untersucht im Verhältnis zu Gesellschaft, Gemeinschaft und Umwelt sowie zu anderen Lebensformen und nicht-menschlichen Wesen. Seine Performances bewegen sich dabei bisweilen in metaphysischen und jenseitigen Sphären und setzen sich mit Themen wie Illusion, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Synästhesie, Dunkelheit, Arbeit, Sexualität, dem Unheimlichen, Affekt, Stimme und Bild auseinander.

Rita Mazza (They/sie) ist eine in Berlin lebende Performancekünstler:in, künstlerische Leiter:in und Gebärdensprach-Choreografin, die sich auf visuelle Gebärdensprach-Performances spezialisiert hat. Geboren in Turin, Italien, studierte sie an der Hochschule für Musik, darstellende Kunst, Film und neue Medien. Sie spielt die Hauptrolle im preisgekrönten Theaterstück „Children of a Lesser God“. 2020 war sie Artist-in-Residence im Rahmen des Projekts „Making a Difference“, wo sie die Verbindung von Gebärdensprache und Tanz erforscht. Daraus entstand 2021 die Solo-Performance „Dandelion II“. Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen „Space 1880“ (2021), „Matters of Rhythm“ (2023) und „The Voice“ (2024). Zudem arbeitet sie als Kurator:in und Berater:in für Gebärdensprachkunst und Barrierefreiheit in der Kunst.

Lukas Malkowski (er/They) ist ein Performance-Künstler:in, der zwischen Kanada und Deutschland lebt und sich mit der Verkörperung von Physik, Stimme und Gebärdensprache beschäftigt. Er erwarb seinen BFA an der Toronto Metropolitan University. Er hat abendfüllende Stücke, Ambient-Inszenierungen, Musikvideos und Filme für Sam Slater (Soundtrack zu „Joker“), LBT, 7th Plain (Luke Slater), „John Wick 4“, das CTM Festival, das Festival Trans Amérique und das Schrittmacher Festival choreografiert. Seine Lehrmethode „Flowmentum“ basiert auf der Verkörperung physikalischer Phänomene durch Sehen und Tasten. Derzeit arbeitet er mit Guillaume Côté, Robert Lepage und Naishi Wang zusammen und tourt weltweit.

Dawn Jani Birley (sie/They) ist eine kanadisch-finnische Schauspieler:in, Übersetzer:in und Theaterberater:in mit einem ausgeprägten Hintergrund im physischen Theater und in der Bewegungsarbeit. Ihre Arbeiten schlagen eine Brücke zwischen der Welt der Gebärdensprache und der Welt ohne Gebärdensprache und bringt Kreative zusammen, um etablierte Theaternormen durch facettenreiches Storytelling herauszufordern, das sowohl bei gehörlosen als auch bei hörenden Zuschauern Anklang findet. Sie hat einen Master of Arts in Körpertheater mit Auszeichnung von der St. Mary’s University in London und ist Gründer:in des 1s1 Theatre in Toronto. Zu ihren Eigenproduktionen zählen „To A Flame“ (2025), „Qalb – A Journey of the Ego“ (2024) und „Lady M (Margaret)“ (2023). Zu ihren Engagements zählen „Lysistrata“ (2025) mit dem Teater Manu in Oslo und „Sanaton Rakkaus“ (Children of a Lesser God) (2019) mit dem Espoon kaupunginteatteri in Helsinki.

Förder*innen

Produktion: Jefta van Dinther

Koproduktion: Norrlandsoperan Umeå, Cndc – Angers (Accueil Studio), Dansens Hus Stockholm, Dansnät Sverige, HAU Hebbel am Ufer Berlin, PACT Zollverein Essen

Gefördert durch: Senatsverwaltung für Kultur und sozialen Zusammenhalt Berlin und Fonds Darstellende Künste

Im Jahr 2025 wurde Jefta van Dinther vom Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie vom Schwedischen Kulturrat gefördert

Wir danken dem Canada Council for the Arts für seine Unterstützung

Details

  • Datum: 22. November
  • Zeit:
    20:00

Weitere Angaben

Sparte
tanz