FEELORCE: Matea, Otto und die Buchstaben (ab 6 jahren)

DI 22.12. | 10:30 | theater
FEELFORCE
Matea, Otto und die Buchstaben
© Foto: Helena Eichlinger
Unsere Liebe zur Sprache und wie unterschiedlich wir lernen: Entwickelt im Gespräch mit Kindern und Erwachsenen, die mit Legasthenie leben und arbeiten, erzählt das Stück die Geschichte von Matea, deren Buchstaben nicht mit ihr sprechen, sondern davonrennen, sich verstecken, verdrehen und verwandeln. Ihr Herzensfreund Otto, der erst seit Kurzem seinen richtigen Namen hat, dagegen kann alles lesen – und das macht er auch. Gemeinsam mit der Oma entdecken sie forschend, dass Lernen auf ganz unterschiedliche Weise stattfinden kann.
Die Inszenierung erzählt humorvoll und poetisch von Freundschaft, Sprache und den Herausforderungen einer Welt, die oft nur einen richtigen Weg zu kennen scheint. Sie zeigt, dass einige der klügsten Menschen genau die Schwierigkeiten hatten, vor denen Matea steht, und lädt dazu ein, Vielfalt im Denken und Lernen als Stärke zu begreifen und macht die emotionalen, kreativen und überraschend kraftvollen Wege der Sprache sichtbar.
Mit einer fantasievollen und performativen Erzählweise verbindet Matea, Otto und die Buchstaben Sprache, Bewegung und Klang. Buchstaben werden zu Figuren, Wörter zu Bildern und Lesen zu einem sinnlichen Erlebnis. Das Stück stärkt Sprachfreude und Selbstvertrauen und zeigt Kindern wie Erwachsenen, dass Lernen viele Wege kennt – und dass Vielfalt im Denken ein Gewinn für uns alle ist
Mitwirkende
Biographien
Annalena Maas lebt in München. Sie ist Legasthenikerin und machte trotzdem ihren Bachelor in Germanistik an der Universität Hamburg. Nach ihrem Abschluss assistierte sie am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Sie studierte Regie an der Theaterakademie August Everding. Ihr Diplom machte sie 2017 am Stadttheater Ingolstadt mit „Terror“. Außerhalb ihres Studiums inszenierte sie im Rahmen von EigenArten die Oper „Arsenikblüten“, „Das Tagebuch der Anne Frank“ an den Kammerspielen Wiesbaden. Seit ihrem Abschluss arbeitet sie als freie Regisseurin unteranderem in der freien Szene in München und Saarbrücken, am Stadttheater Augsburg, Nürnberg, Hessische Landestheater und am Mainfrankentheater Würzburg. Ihre stets feministischen Inszenierungen sind von hoher Musikalität geprägt. Mit großer Ernsthaftigkeit widmet sie sich der humorvollen Darstellung der Geschichten und Sachverhalte. Ale Infos über die einzelnen Inszenierungen: Annalena Maas | Regisseurin Kontakt: kontakt@annalenamaas.de
Charlotte Müller (sie/ihr), geboren 1989 und aufgewachsen in München schließt sie einen Bachelor an der Zürcher Hochschule der Künste im Fach Theaterpädagogik und in Psychologie an der Universität Wien ab. Seit 2021 ist sie zurück in München und arbeitete hier als Theaterpädagogin und -vermittlerin bereits für das Residenztheater, Volkstheater, die Münchner Kammerspiele, das HochX, die Schauburg und das Stadttheater Ingolstadt. Als ausgebildete Social Justice und Diversity Trainerin (FH Potsdam) obliegt ihr strukturelle Hindernisse und Ausgrenzungsmechanismen in Arbeitsprozessen zu erkennen, markieren und zu dekonstruieren. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) München macht ihr besonders Spaß partizipativ und qualitativ zu arbeiten und praxisnahe Handlungsempfehlungen geben zu können. Als Spielerin stand sie vor allem während ihrem Studium auf der Bühne („Minuskalorien“, „Der Schachspieler“, „10 Sekunden“, etc.).
Dagmar Rauwald lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Hamburg. Sie studierte Freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg sowie Philosophie an der Universität Hamburg. Seitdem realisiert sie Ausstellungen, Performances und internationale Artist-in-Residence-Projekte mit einem feministischen und gesellschaftspolitischen Fokus. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und Förderungen, darunter den Kunstpreis der Großen Kunstausstellung NRW sowie das Zukunftsstipendium der Hamburgischen Kulturstiftung. Zu ihren internationalen Projekten zählen die Einzelausstellung „Intention vs. Convention“ am PNCA National Museum in Islamabad (2025) sowie das deutsch chinesische Ausstellungs- und Forschungsprojekt „Herstorical Vibes“ in Xiamen (2026). Darüber hinaus entwickelte sie Bühneninstallationen, unter anderem für „Heinrich und Margarete“ (Zeche Carl, Essen) und #MeToo am Stadttheater Marburg.
Jorien Gradenwitz lebt seit 2024 in Leipzig. Vor ihrem Schauspielstudium an der Kunstuniversität Graz assistierte sie am Schauspiel Frankfurt. Von 2018-2024 war sie festes Ensemblemitglied am Hessischen Landestheater Marburg. In Marburg war sie unter anderem in den Produktionen „Cabaret“ (Regie: Carola Unser) als Sally Bowles, in „Wonderwomb“ (Regie: Eva Lange) und in „Tragödienbastard“ (Regie: Romy Lehmannn). Darüber hinaus entwickelte sie während der Corona Lockdowns verschiedene Formate, die sich der Verbundenheit widmeten, wie das Telefon Format „mit einem Ohr im Theater“. Abgesehen von ihrer Arbeit als Schauspielerin engagiert sich Jorien Gradenwitz für mehr Geschlechtersensibilität auf, hinter und neben der Bühne.
Romy Lehmann, geboren 1987, im heutigen geographischen Osten, studierte nach mehrjähriger Regieassistent*innen-Tätigkeit, Philosophie & Sprach, -Literatur, & Kulturwissenschaften in Dresden. Es folgten Performanceprojekte in der freien Szene („die bühne“ Dresden u.a.) sowie 2014 die Gründung des Kollektivs SAFESAFESEXY und erste eigene Inszenierungen. Von 2018 – 2025 wirkte Romy Lehmann als Performer*in, Regisseur*in sowie Botschafter*in für Kollaboration & Unsinniges am Hessischen Landestheater Marburg (HLTM). Neben diverser Regiearbeiten und der 5-jährigen Leitung des Schauspielstudios Marburg, wirkte Romy mit der Dramaturgie an der Spielplanung mit und entwickelte monatlich die Performance WATCH ME FAIL Vol. 1 – 53.
Ūm Rauwald, geboren 1962, Muttervater von zwei Kindern, studierte an der staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart Schauspiel. They studierte an der Universität Hamburg Schauspieltheaterregie, gewann 1998 mit them Abschlussinszenierung ‚Sechs hässliche Töchter’ den Regienachwuchswettbewerb der Wiener Festwochen und wurde Hausregisseur*in am Deutschen Schauspielhaus Hamburg von 1999 bis 2002. Seit 2004 leitet they die Hamburger Company ‚Buddha Lounge’, die sich aber zur Gruppe ForcedTheater entwickelte, eine ‚gemeinsam geführte‘ Künstler:innencompany zwischen bildenden und performenden Künstler:innen aus Deutschland und Österreich. Ūm Rauwalds ist seit 2003 lehrend tätig unter anderem an der Theaterakademie Hamburg, der Kunstuniversität Graz (KUG) und Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. They setzt sich permanent als Künstler:in, Forscher:in, Lehrende für die Erschließung des Theaters, der Artistic Research UND Gleichstellung darin, in verschiedenen, theaterweitübergreifenden Kooperationen, ein.