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RODEO 2026 | Spoken Dance. Künstlerisches Forschungslabor zur Arbeit mit Audiodeskription im Theater

17. Oktober @ 11:00 - 16:00

SA 17.10. | 11:00-16:00 | Labor | schwere reiter studio

RODEO 2026 RAHMENPROGRAMM

Spoken Dance

Künstlerisches Forschungslabor zur Arbeit mit Audiodeskription im Theater von Rykena/Jüngst.

 

© Foto: Vera Drebusch

Ein offenes Labor zum Ausprobieren, Erforschen und Weiterdenken: Hier treffen Stimme, Sprache und Körper aufeinander und gemeinsam entstehen neue Formen des Beschreibens und Wahrnehmens.

Wie lässt sich eine Bewegung in Worte übersetzen? Wie eine Stimmung, ein Bild oder eine Atmosphäre? Und was passiert, wenn wir uns dabei nicht nur auf das Offensichtliche verlassen, sondern Sprache als künstlerisches Material einsetzen? Audiodeskription kann weit mehr sein als ein Instrument der Barrierefreiheit: Sie eröffnet neue Zugänge zu Kunst und entwickelt sich zunehmend zu einer eigenständigen künstlerischen Praxis, die unseren Blick auf Sprache, Wahrnehmung und Teilhabe verändert.

Das Labor lädt blinde, sehbehinderte und sehende Menschen dazu ein, gemeinsam zu improvisieren, Methoden der künstlerischen Audiodeskription auszuprobieren und eigene Formen des Beschreibens zu entwickeln. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

 

Das Forschungsprojekt SPOKEN DANCE wurde von Rykena / Jüngst initiiert und widmet sich der künstlerischen Forschung rund um Audiodeskription: als Methode, als Praxis und als künstlerisches Material.

Beim Festival zeigt das Duo das Stück Stripping Bolero.

Hier findet ihr den Audioflyer zur Veranstaltung.

 

RODEO FESTIVAL

Seit 2010 ist rodeo Teil der Kunstszene in München. Das biennale Festival gibt Einblicke in die Vielfalt der Münchner Tanz- und Theaterszene, dient dem Austausch und der Vernetzung von lokalen und internationalen Kunstschaffenden, setzt neue künstlerische Impulse und diskutiert aktuelle kulturpolitische Themen. Über die Jahre hat sich rodeo zu einem Anlaufpunkt für lokale, nationale sowie internationale Akteur*innen der freien Szene entwickelt. Das Festival wird seit 2022 vom HochX bzw. dem Theater und Live Art München e.V. veranstaltet. Die künstlerische Leitung haben Ute Gröbel und Antonia Beermann inne. Das Festival wird gefördert von der Landeshauptstadt München und ist Mitglied bei FestivalFriends, einem Zusammenschluss regionaler Festivals der Freien Darstellenden Künste in Deutschland.

RODEO 2026: Holding Ground

Uns sackt der Boden unter unseren Füßen weg – das gesellschaftliche Fundament bröckelt, gleichzeitig wird weltweit um Territorien, Grenzen und Zugehörigkeiten gekämpft. Vor diesem Hintergrund versammelt rodeo 2026 10 Produktionen, die nach einer Neu-Verortung suchen: zwischen Mensch und Nicht-Menschlichem, Körper und Material, Vergangenheit und Gegenwart. Die 10 Arbeiten sind sinnliche, kritische, berührende Einsprüche gegen Zustände, die unhaltbar geworden sind. Tanz trifft auf Gebärdensprache, Akrobatik auf Performance Art; dokumentarisches Material verschränkt sich mit Musik, Gesang und Rauminstallationen. Es wird auf Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Kurdisch und Polnisch performt. So entsteht eine künstlerische Vielstimmigkeit, die nicht nur betrachtet, sondern mit allen Körpern und Sinnen erfahren werden kann – und die zum aktiven Mitmachen, zum Berühren und Berührt-Werden einlädt. Ein Festival über Kunst als Ort der Verflechtung zwischen Menschen, Körpern, Erinnerungen und Lebensformen.

Details

  • Datum: 17. Oktober
  • Zeit:
    11:00 - 16:00

Veranstaltungsort