In Schwarz und Weiß – zu 4 Händen an 2 Klavieren

DO 23.04. | 20:00 | musik
In Schwarz und Weiß
zu 4 Händen an 2 Klavieren
2 Abende, 4 Klavierduos: notierte Neue Musik trifft zeitgenössische improvisierte Musik.
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Wer erhält Ermäßigungen? Schüler*innen, Student*innen, Senior*innen ab 67, Erwerbslose und in Ausnahmefällen auch Gruppen. Für Letzteres wenden Sie sich bitte an die jeweilige Sparte: cbg@scope-muenchen.de (Musik) kommunikation@tanztendenz.de (Tanz) ticket@pathos.theater (Theater)
Rieko Okuda + Achim Kaufmann © Foto: Cristina Marx
Zwei Persönlichkeiten am gleichen Instrument gehen in einen direkten musikalischen Austausch. Hieraus entwickelt sich eine besonders starke Dynamik, die immer wieder aufs Neue zu einmaligen und oft unvorhersehbaren Interpretationen führt.
Das Klavierduo der Neuen Musik widmet sich eingehend der Interpretstion notierten Materials. Hier spielen die Betonung, die Agogik, die Verständigung über die Herangehnsweise bestimmter Stellen, das Tempo usw. eine besondere Rolle.
Das Klavierduo aus der zeitgenössisch improvisierten Musik genießt höhere Freiheitsgrade, die allerdings auch mit größeren Risiken einhergehen. Die Verständigung findet ad hoc statt, die Entwicklung ist nicht vorhersehbar, die Entscheidungen werden aus dem Augenblick heraus getroffen.
Programm
20:00
Dialoge über die Zeiten hinweg
„Aus dem Strom der musikalischen Zeit tauchen Erinnerungen an Zukünftiges und Ahnungen an Vergangenes auf: das scheinbar Gegensätzliche enthüllt seine innerste Verwandtschaft.“
Diese Vision verwirklichte Bernd Alois Zimmermann in seinen „Monologen“– einem Werk, dem sich das Klavierduo Neeb besonders verbunden fühlt und das im Mittelpunkt seines Debüt-Albums déjà-rêvé steht. Nun nehmen die Geschwister die Zitat-Collagen der Monologe als Ausgangspunkt, um verschiedene Facetten des musikalischen Zitierens und die Beziehung der „neuen“ zur älteren Musik zu beleuchten: Steven Heelein reflektiert in Fragment einen unvollendeten Sonatensatz von Mozart, während Johannes X. Schachtners Pacifico über Schuberts Lied Meeres Stille meditiert. Aber auch schon Maurice Ravels La valse, das die Geister des Wiener Walzers beschwört, steht in einem spannungsvollen Verhältnis zur Tradition.
Programm:
Steven Heelein (*1984): Fragment. Nachgedanken zu Mozart
Bernd Alois Zimmermann (1918 – 1970): Monologe
Johannes X. Schachtner (*1985): Pacifico. Hymnus für Klavier vierhändig
Maurice Ravel (1875 – 1937): La Valse. Poème chorégraphique
Klavierduo Neeb: Sophie Neeb und Vincent Neeb (Klavier)
21:20
Mirror – Contrast
Das Duo widmet sich der Idee des Spiegelbildes und der Dopplung im Spannungsfeld zu kontrastierenden Klängen. Die Kombination extremer Register lassen orchestrale Wirkungen entstehen, die ein/e Pianist:in allein nicht erzeugen kann. Ihre Musik entsteht im Moment. Geräuschhaftes im Innenbereich des Flügels und tonhöhenbewusstes Spiel auf den Tasten lassen neue Klänge entstehen, die nicht an herkömmliche Klavierklänge denken lassen.
Rieko Okuda und Achim Kaufmann (Klavier)
Sophie + Vincent Neeb © Foto: schneiderphotography
Förder*innen
Kulturreferat der Landeshaupstadt München, Musikfonds e.V. mit Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien