RODEO 2026 | Manuel Gerst: Die Verwandlung

DI 13.10. | 20:00 | tanz
Manuel Gerst
Die Verwandlung
Im Spannungsfeld zwischen Versehrtheit und Unversehrtheit: Kafkas Parabel als Geschichte über Behinderung.
Ticketpreise anzeigen
Wer erhält Ermäßigungen?
Schüler*innen, Student*innen, Senior*innen ab 67, Erwerbslose und in Ausnahmefällen auch Gruppen. Für Letzteres wenden Sie sich bitte an die jeweilige Sparte:
cbg@scope-muenchen.de (Musik)
kommunikation@tanztendenz.de (Tanz)
info@pathos.theater (Theater)
Bitte beachten Sie das solidarische Preissystem der Sparte theater.
© Foto: Paul Max Fischer
Es ist der wohl bekannteste Romananfang der modernen Literatur: Gregor Samsa erwacht eines Morgens, in ein riesiges Ungeziefer verwandelt. Das Mitleid seiner Familie schlägt bald in Entfremdung und Aggression um. Samsas Tod ist am Ende eine Erlösung für alle. Der Bühnenbildner und Regisseur Manuel Gerst, ehemaliges Mitglied der Kult-Performancegruppe Monster Truck, verwandelt Kafkas Erzählung in ein Happening.
Im Mittelpunkt seiner Inszenierung steht die Figur des tragischen Käfers, der erneut in einen Prozess der Verwandlung eintritt: Junggesellenabschied meets Aktionskunst. Im Spannungsfeld zwischen Versehrtheit und Unversehrtheit wird hier Kafkas Parabel als Geschichte über Behinderung gelesen. Die Aggression gegenüber dem deformierten Anderen aus der Erzählung wird auf der Bühne in Aggression gegen das Objekt gerichtet.
Sprache: ohne Lautsprache, mit deutschen und englischen Übertiteln
Barrierefreiheit: Rollstuhlgängig, bildstarke Veranstaltung (ohne Lautsprache)
Dauer: 60 Minuten plus Nachgespräch. Das Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung ist Teil der Veranstaltung. Besondere Hinweise: Gewalt, laute Geräusche
Mitwirkende + Förder*innen
Konzept, Regie: Manuel Gerst
Dramaturgie: Matthias Meppelink
Künstlerische Mitarbeit, Musik: Mark Schröppel
Produktionsleitung: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro
Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
RODEO FESTIVAL
Seit 2010 ist rodeo Teil der Kunstszene in München. Das biennale Festival gibt Einblicke in die Vielfalt der Münchner Tanz- und Theaterszene, dient dem Austausch und der Vernetzung von lokalen und internationalen Kunstschaffenden, setzt neue künstlerische Impulse und diskutiert aktuelle kulturpolitische Themen. Über die Jahre hat sich rodeo zu einem Anlaufpunkt für lokale, nationale sowie internationale Akteur*innen der freien Szene entwickelt. Das Festival wird seit 2022 vom HochX bzw. dem Theater und Live Art München e.V. veranstaltet. Die künstlerische Leitung haben Ute Gröbel und Antonia Beermann inne. Das Festival wird gefördert von der Landeshauptstadt München und ist Mitglied bei FestivalFriends, einem Zusammenschluss regionaler Festivals der Freien Darstellenden Künste in Deutschland.