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RODEO 2026 | Nihan Devecioğlu: Yoldaş – Frauen, die einander halten

15. Oktober @ 20:00

DO 15.10. | 20:00 | theater

Nihan Devecioğlu

Yoldaş – Frauen, die einander halten

Türkisch-Deutsches Musik- und Dokumentationstheater

Ticketpreise anzeigen

Ticketpreis: 6 – 36€


Wer erhält Ermäßigungen?

Schüler*innen, Student*innen, Senior*innen ab 67, Erwerbslose und in Ausnahmefällen auch Gruppen. Für Letzteres wenden Sie sich bitte an die jeweilige Sparte:

cbg@scope-muenchen.de (Musik)

kommunikation@tanztendenz.de (Tanz)

info@pathos.theater (Theater)

Bitte beachten Sie das solidarische Preissystem der Sparte theater.

© Foto: Tobias Zangl

„Das, was BMW zu dem machte, was es heute ist, das waren wir“, sagt Emine Ulusen, die 38 Jahre lang Arbeiterin im BMW‐Werk München war. Zusammen mit Evgenia Karakolidis und Anayurt Kırımli gehört sie der ersten Generation von Gastarbeiter*innen in Deutschland an. Sie sind Yoldaş – Freundinnen und Wegbegleiterinnen. Der Großteil ihres Lebens spielte sich im BMW‐Werk ab, wo sie Zeiten der Sprachlosigkeit, psychischer Verausgabung und harter körperlicher Arbeit erlebten.

Die Sängerin Nihan Devecioğlu wuchs als Enkelin türkeistämmiger Arbeiter*innen im Umfeld des Werks auf. In Yoldaş schafft sie einen poetisch‐musikalischen Raum für Erinnerungen – an ihre eigene Kindheit im München der 1980er‐Jahre und an die Frauen, deren Arbeit bis heute unsichtbar blieb. Frauenstimmen, kombiniert mit Maschinengeräuschen und dokumentarischem Filmmaterial, fügen sich zu einer lebendigen Collage der Zeitgeschichte und werden zugleich Ausdruck von Selbstermächtigung und weiblicher Solidarität.

„Bemerkenswert ist die ungewöhnliche, ungeheuer einnehmende Form eines poetischen Dokumentartheaters (…).“ – Christoph Leibold, Deutschlandfunk, 27.10.2025

Sprache: Deutsch und Türkisch

Barrierefreiheit: Rollstuhlgängig, alternative Sitzgelegenheiten, Übertitel

Mitwirkende + Förder*innen

Konzept, Interviews, Performance, künstlerische & musikalische Leitung: Nihan Devecioğlu
Videokunst und Kamera: Cana Bilir‐Meier, Tizian Stromp Zargari
Mitarbeit Musik und Konzept: Alexey Kokhanov
Mitarbeit Regie: Frank Abt
Dramaturgie: Viktorie Knotková
Szenografie: Ragna Heiny
Künstlerische Produktionsleitung: Rat & Tat Kulturbüro

Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und den Verband freie Darstellende Künste Bayern e. V. im Rahmen der Prozessförderung des „Förderpakets Freie Kunst 2025“ mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.

Koproduktion: SPIELART Festival München.

RODEO FESTIVAL

Seit 2010 ist rodeo Teil der Kunstszene in München. Das biennale Festival gibt Einblicke in die Vielfalt der Münchner Tanz- und Theaterszene, dient dem Austausch und der Vernetzung von lokalen und internationalen Kunstschaffenden, setzt neue künstlerische Impulse und diskutiert aktuelle kulturpolitische Themen. Über die Jahre hat sich rodeo zu einem Anlaufpunkt für lokale, nationale sowie internationale Akteur*innen der freien Szene entwickelt. Das Festival wird seit 2022 vom HochX bzw. dem Theater und Live Art München e.V. veranstaltet. Die künstlerische Leitung haben Ute Gröbel und Antonia Beermann inne. Das Festival wird gefördert von der Landeshauptstadt München und ist Mitglied bei FestivalFriends, einem Zusammenschluss regionaler Festivals der Freien Darstellenden Künste in Deutschland.

RODEO 2026: Holding Ground

Uns sackt der Boden unter unseren Füßen weg – das gesellschaftliche Fundament bröckelt, gleichzeitig wird weltweit um Territorien, Grenzen und Zugehörigkeiten gekämpft. Vor diesem Hintergrund versammelt rodeo 2026 10 Produktionen, die nach einer Neu-Verortung suchen: zwischen Mensch und Nicht-Menschlichem, Körper und Material, Vergangenheit und Gegenwart. Die 10 Arbeiten sind sinnliche, kritische, berührende Einsprüche gegen Zustände, die unhaltbar geworden sind. Tanz trifft auf Gebärdensprache, Akrobatik auf Performance Art; dokumentarisches Material verschränkt sich mit Musik, Gesang und Rauminstallationen. Es wird auf Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Kurdisch und Polnisch performt. So entsteht eine künstlerische Vielstimmigkeit, die nicht nur betrachtet, sondern mit allen Körpern und Sinnen erfahren werden kann – und die zum aktiven Mitmachen, zum Berühren und Berührt-Werden einlädt. Ein Festival über Kunst als Ort der Verflechtung zwischen Menschen, Körpern, Erinnerungen und Lebensformen.

Details

  • Datum: 15. Oktober
  • Zeit:
    20:00

Veranstaltungsort